calendar 07.04. 2015

Potenziale nutzen

Die rasant fortschreitende Digitalisierung verändert unseren Alltag, unser Arbeiten, sogar unser Denken – und damit auch das Thema Nachhaltigkeit. Wie etwa lassen sich die neuen digitalen Möglichkeiten nutzen, um wichtige Ressourcen wie Strom, Gas oder Wasser nachhaltig einzusparen? Wir bei ista glauben, dass Verbrauchstransparenz hierbei eine entscheidende Rolle spielt. Denn mehr Transparenz verändert unser Verhalten und in der Folge auch unseren Energiekonsum.

Smarte Welt?

Visionen für die „smarte“ Welt von morgen gibt es heute bereits zahlreiche. Die Haustür erkennt in dieser Welt, wer die Wohnung betritt, die Energiedaten lassen sich jederzeit einsehen und steuern, die Espresso-Maschine in der Küche nimmt per App die Bestellungen aus dem Schlafzimmer entgegen. Mit dem Smartphone steuere ich das alles, von der Raumüberwachung, über die Raumtemperatur bis hin zum Energiemanagement meines Elektroautos, das als smarter mobiler Energiespeicher vor meiner Haustür parkt.

Zahlreiche offene Fragen

Viele Fragen bleiben dabei aber weiterhin offen. Bedeutet „Intelligentes Wohnen“, dass wir in Zukunft wirklich alles im Gebäude miteinander vernetzen, vom Lichtschalter, über die Heizungstechnik bis zum Kühlschrank? Inwieweit bleiben die Daten unter der Kontrolle des Bewohners und werden eben nicht zur kühlen „Handelsware“ Dritter? Und wie lassen sich die entsprechenden Systeme wirtschaftlich für den einzelnen Verbraucher installieren und betreiben, besonders auch für Mieter in Mehrfamilienhäusern?

Wir bei ista arbeiten heute schon an Schlüssel­technologien für eine digitale Lebenswelt.

Smartes Submetering

Auch wir bei ista glauben, dass die fortschreitende Digitalisierung unseres Alltags eine echte Chance für mehr Nachhaltigkeit ist. Die zentralen Fragen von Wirtschaftlichkeit und Datenschutz müssen dafür aber beantwortet werden. Der Stromverbrauch etwa verrät präzise Details über unseren Lebensstil und unsere privaten Gewohnheiten. Intelligente Stromzähler, die „Smart Meter“, berühren durch ihren Anschluss an das Übertragungsnetz einen Bereich kritischer Infrastruktur. Ihre Integration insbesondere in ein Wohngebäude ist damit deutlich sensibler und aufwendiger.

Im Wärmebereich dagegen entfällt die Anbindung an kritische Infrastruktur. Die intelligente Wärmeerfassung und -steuerung beginnt in Mehrfamilienhäusern erst an der Heizungsanlage im Keller und wird  – wie etwa die Wartung einer Fahrstuhlanlage oder die Treppenhausreinigung – zentral von der Hausverwaltung beziehungsweise vom Eigentümer für das Gesamtgebäude beauftragt.


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EDM PREMIUM – DAS SMARTE WEBPORTAL
Anwender haben im ista Webportal jederzeit vollen Zugriff auf ihre Energie­verbräuche – auch über mobile Endgeräte wie Tablets oder Smartphones


Im Vergleich zu den riesigen Datenmengen einzelner Stromquellen, die durch das Smart Metering erfasst werden – von der Waschmaschine bis hin zu einzelnen Lichtquellen in unterschiedlichen Räumen – beschränkt sich das Submetering nur auf die Messung und Visualisierung des Wärme- und Warmwasserverbrauchs in einer Wohnung beziehungsweise Liegenschaft. Komplexe Datenprofile werden nicht erfasst. Es ist der „smarte“ Ansatz des Submeterings, allein durch die transparente, monatliche Aufbereitung des Wärme- und Warmwasserverbrauchs über digitale Kanäle dem Mieter Steuerungsmöglichkeiten über seinen Energieverbrauch zu geben. Alle bisherigen Studien zum Submetering und zur unterjährigen Information über Heizungsverbräuche zeigen: Das Einsparpotenzial ist gemessen am Investitionsaufwand enorm.

Bildcredit: grasundsterne