calendar 28.06. 2018

"Die Energiewende wird auch im Alltag entschieden"

Wie geht das eigentlich – Klimaschutz? Eine gute Frage, auf die es viele Antworten gibt. Das weiß auch Dr. Simon Weihofen, Nachhaltigkeitsbeauftragter bei ista. Für ihn ist Klimaschutz Beruf und Berufung zugleich. Im Interview spricht er darüber, warum der Energiedienstleister einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht und wie jeder einzelne im Alltag Energie sparen sowie den Geldbeutel schonen kann.

Kohleausstieg, Elektromobilität und erneuerbare Energien: Die Energiewende ist ein Großprojekt. Was kann ich als Endverbraucher dazu beitragen?
Eine ganze Menge. Jeder von uns hat sogar eine Schlüsselrolle. Denn die Energiewende wird nicht zuletzt im Alltag entschieden. Ein kurzes Beispiel: Den größten Teil der Energie, die wir im Haushalt verbrauchen, nutzen wir fürs Heizen und Warmwasser. Drehen wir die Heizung in Räumen, die wir nur selten nutzen, wie beispielsweise dem Flur oder dem Gästezimmer, nicht so weit auf, sparen wir schon Energie. Hier setzen wir als Immobiliendienstleister an und schaffen mit der Heizkostenabrechnung Transparenz über den Energieverbrauch. So unterstützten wir Kunden dabei, Energie und Kosten einzusparen.

Gehen die ista Mitarbeiter in Sachen Klimaschutz denn mit gutem Beispiel voran?

Hier geht es zum Nachhaltigkeitsbericht.

Natürlich (lacht). Das belegt auch unser Nachhaltigkeitsbericht, den wir jedes Jahr freiwillig veröffentlichen. Damit erfassen wir systematisch und kontinuierlich den Ressourcenverbrauch und überlegen, wie wir noch effizienter werden können und dabei stets an den Umweltschutz denken. Damit sind wir sehr erfolgreich. So konnten wir unseren CO2-Ausstoß deutlich reduzieren und gleichzeitig große Mengen CO2 kompensieren – beispielsweise durch Kooperationen mit der Deutschen Post, Druckereien und Papierherstellern. Doch nicht nur das, auch unser Energieverbrauch ist erneut gesunken – um 6 % im Vergleich zu 2016. Dies ist nicht zuletzt unseren Energieteams zu verdanken, die in jedem unserer 24 deutschen Standorte die Vorgaben des Energiemanagementsystems nach ISO 50001 umsetzen.

Diese und viele weitere Erfolge haben wir erreicht, indem wir mit dem Nachhaltigkeitsbericht nicht nur Transparenz schaffen, sondern auch das Bewusstsein unserer Mitarbeiter für die Energiewende und den Klimaschutz schärfen. Entscheidend ist darüber hinaus das persönliche Engagement von unserem CEO Thomas Zinnöcker, der dem Thema einen hohen Stellenwert beimisst. Aus gutem Grund: Schließlich gehört Nachhaltigkeit zum Kerngeschäft und ist damit Teil der DNA des Unternehmens.

Die Energiewende im Alltag – Wie sieht das bei ista-Mitarbeitern aus?
In Frankreich gibt es zahlreiche Projekte zum Thema „Smarte Mobilität“. Dazu gehört auch eine Kooperation mit WeNow. Ziel ist es, durch den Einsatz von Smartphone-Apps das Autofahren ökologischer zu machen. In Dänemark wird eine spezielle Servertechnik verwendet, die besonders energieeffizient ist. Und viele Projekte werden auch von Mitarbeitern aus den einzelnen Ländern heraus angestoßen. In Polen gab es im letzten Jahr beispielsweise einen Öko-Monat, bei dem die Kollegen jeden Tag umweltfreundliche Aktivitäten durchführten, zum Beispiel: Einen Tag ohne Drucker, einen autofreien Tag oder die Durchführung eines Öko-Quiz. In deren Nachbarland, in Tschechien, sammelten die Mitarbeiter Elektromüll. Das hatte neben ökologischen auch soziale Vorteile. Denn der Müll wurde recycelt und der Erlös an eine soziale Einrichtung gespendet.

Was ist ihr persönlicher Energiespartipp?
Nehmen Sie sich eine Sache vor, die Sie ganz bewusst in Ihrem Alltag verändern möchten. Ob es nun der Rechner ist, den Sie zu jeder Mittagspause in den Ruhemodus schicken, den Bildschirm, den Sie zu Feierabend immer ausschalten oder Stoßlüften statt Kipplüften – egal was es auch ist, wenn wir jeden Tag etwas Energiesparen, können wir den CO2-Ausstoß reduzieren und jeder hat einen Beitrag geleistet.

Noch mehr inspirierende Geschichten, Zahlen und Fakten gibt es hier – im Nachhaltigkeitsbericht 2017.