calendar 28.06. 2016

Werteorientiertes Handeln

Als international aufgestelltes Unternehmen ist ein nachhaltiges, werte- und prinzipiengeleitetes Management von entscheidender Bedeutung für transparentes und verantwortungsvolles Handeln. Die Internationalisierung unseres Sustainability Councils hilft uns dabei, das CR-Management von ista weltweit zu verankern und die Relevanz der Thematik an alle Standorte zu tragen.

Werte leben

Internationale Übereinkommen wie die UN-Deklaration für Menschenrechte, die UN-Konvention gegen Korruption und die Grundsatzerklärung der Internationalen Arbeitsagentur (ILO) sind für uns wichtige Eckpfeiler und richtungsweisend für unternehmensweite Grundsätze und Selbstverpflichtungen. Im Alltag sind es zudem unsere Unternehmenswerte – die Shared Values – die eine faire und partnerschaftliche Zusammenarbeit sowohl unter Kollegen als auch mit externen Partnern stützen.

Unser Handeln leiten …

Richtlinien

Richtlinien, zum Beispiel bezüglich Zuwendungen (Deutschland) sowie Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (international).

Verhaltenskodex

Der Verhaltenskodex enthält wichtige Grundsätze wie die Vermeidung von Interessenkonflikten und die Ablehnung von Korruption und Bestechung. Der Kodex ist für alle Mitarbeiter bindend und liegt ihnen in gedruckter Form und im Intranet vor.

Unternehmenswerte

Fünf Werte, die Mitarbeitern Orientierung im Alltag geben – Vereinbarungen einhalten, Eigenständigkeit fördern, Verantwortung übernehmen, Vertrauen schaffen und Partnerschaften etablieren.

Global Compact der Vereinten Nationen

Als Unterstützer fördern wir Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung.

Der Bereich Corporate Internal Audit und Compliance ist für die Überwachung der Einhaltung der Richtlinien und Verpflichtungen im Rahmen seiner regulären Prüfungstätigkeiten zuständig und steht als zentrale Anlaufstelle für Mitarbeiter zur Verfügung. 2015 wurden alle Mitarbeiter in Deutschland auf die Compliance-Anforderungen gesondert hingewiesen. In risikoorientiert ausgewählten Ländern, wurden Mitarbeiter persönlich zum Verhaltenskodex geschult und ein zentrales Monitoring für Bereiche eingerichtet, die besonders korruptionsgefährdet erscheinen.

Im Berichtsjahr leitete das Bundeskartellamt eine Sektoruntersuchung im gesamten Wirtschaftszweig ein, die Aufschluss über die aktuelle Marktsituation und die Wettbewerbsintensität in der Branche geben soll. Kartellrechtliche Untersuchungen, die konkret auf ista abzielen, gab es nicht.

Drei Fragen an Günther Meggeneder

Günther Meggeneder ist als Senior Vice President Corporate Internal Audit and Compliance für die Überprüfung von Prozessen in allen 24 ista-Märkten zuständig. Das Thema Nachhaltigkeit, insbesondere die Einhaltung von Governance- und Menschenrechtskodizes, spielt dabei eine wichtige Rolle. INSIDEista stellte ihm dazu drei kurze Fragen.

Nachhaltigkeit im Unternehmen – wie funktioniert das?

Nachhaltigkeitsmanagement braucht immer einen ganzheitlichen Ansatz. Für mich gehören dazu zwei Säulen. Zum einen muss das Thema Nachhaltigkeit strategisch im Unternehmen verankert sein und von der Geschäftsführung zentral getragen werden. Nur dann sind auch die Mitarbeiter sensibilisiert und haben Nachhaltigkeit bei ihrer täglichen Arbeit im Blick. Die zweite Säule ist die operative Umsetzung. Dafür sind bei einem internationalen Unternehmen wie ista bestimmte Regeln notwendig. Deswegen bilden allgemeingültige Kodizes wie die UN Deklaration für Menschenrechte, die OECD Leitlinien oder die UN Global Compact Leitlinien für uns einen sehr wichtigen Rahmen für die operative Umsetzung von Nachhaltigkeit.

Wo sind erfahrungsgemäß die größten Stolpersteine?

Im unternehmerischen Alltag steht man häufig vor der Entscheidung: „Schneller, kurzfristiger Geschäftserfolg“ oder „langfristige Zielerreichung“? An der Stelle müssen wir uns unserer Verantwortung besonders bewusst werden und festlegen, was für ein zukunftsorientiertes Management wesentlich ist. Bezogen auf das Compliance Management ist vor allem ein internationales Geschäftsmodell herausfordernd: Bei ista bringen wir 25 verschiedene Märkte mit unterschiedlichen Kulturen und Wertevorstellungen unter einen Hut. Bei unseren internationalen Audits prüfen und hinterfragen wir immer, ob alle Richtlinien – insbesondere der Verhaltenskodex sowie die Geschäftsordnung – bekannt und implementiert sind. Übrigens ist neben dem Verhaltenskodex kein anderes Dokument bei ista in allen Landessprachen verfügbar – das unterstreicht seine Wichtigkeit und erzeugt auch bei den Mitarbeitern ein entsprechendes Pflichtgefühl.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich in Bezug auf die Nachhaltigkeit bei ista wünschen?

Egal wie sehr man sich das Thema Nachhaltigkeit als Unternehmen auf die Fahne schreibt, Ziele erreicht und neue Ziele steckt, Initiativen unterstützt und seine Ausrichtung immer wieder hinterfragt, Luft nach oben ist immer. Ich wünsche mir, dass wir bei ista diese Potenziale weiterhin erkennen und uns wie in der Vergangenheit stetig weiterentwickeln. Im Compliance Management arbeiten wir daran, dass die Berücksichtigung von Compliance-Gesichtspunkten noch mehr zur Selbstverständlichkeit wird. In den vergangenen Jahren spüren wir hier aber schon eine Veränderung. Die Fragen, die Mitarbeiter an uns herantragen, werden zahlreicher, das bedeutet, dass sie uns als Partner wahrnehmen.

Lieferkette einbeziehen

Hohe Anforderungen stellen wir nicht nur an unsere Geschäftsstandorte weltweit, sondern auch an unsere Lieferanten. Lieferanten mit einem Mindestumsatz von 50.000 Euro müssen sich verpflichten, die Anforderungen unseres Lieferantenkodex zu erfüllen. Dieser orientiert sich an den Leitsätzen der OECD für verantwortliche Unternehmensführung und an den Kernkonventionen der ILO.

Um die nachhaltige Produktion bei Lieferanten zu unterstützen, wird die Einhaltung der Richtlinie in turnusmäßig stattfindenden Lieferantenaudits vom Qualitätsmanagement und von der direkten Beschaffung überprüft. Ein Engineering Office in Thailand begleitet zudem unsere asiatischen Lieferanten vor Ort. Unseren beiden asiatischen Hauptlieferanten stehen Resident Engineers zur Unterstützung und Qualitätssicherung zur Seite. Zu den Anforderungen an unsere Lieferanten.

International aufgestellt

Um das Nachhaltigkeitsmanagement von ista weiter zu professionalisieren, haben wir uns Anfang 2016 für eine Neuorganisation der Nachhaltigkeitskoordination entschieden: Das neue Sustainability Council besteht unter der Leitung der Umweltbeauftragten aus den internationalen Nachhaltigkeitsbeauftragten der Länder. Um wesentliche Punkte weiterhin auf Head Office Ebene zu diskutieren und strategische Leitplanken zu setzen, gründeten wir gleichzeitig ein neues Sustainability Steering Comittee. Auf Grundlage der Council-Arbeit und unter Leitung von Corporate Communications erarbeitet das Steering Comittee Entscheidungsvorlagen für die Geschäftsführung.

Dadurch verbessern wir zum einen unser Verständnis von länderspezifischen Nachhaltigkeitsanforderungen. Zum anderen bringen wir das Thema Nachhaltigkeit durch die Neubesetzung automatisch in die Operative und erreichen eine bessere Verankerung des Themas in den Märkten.

Nachhaltigkeitskoordination bei ista

Stakeholder einbinden G4-24 G4-25 G4-26 G4-27

Neben der systematischen Einbindung wichtiger Anspruchsgruppen im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse stehen wir im ständigen Austausch mit Mitarbeitern, Kunden, Politik, NGOs und Medien. Mitarbeiter der einzelnen ista Landesgesellschaften treten über das Dialogformat „inside talk“ sowie über digitale Formate im Intranet regelmäßig mit ihrer Geschäftsführung in Kontakt.

Ein wesentlicher Kanal zum Dialog mit unseren Kunden ist der direkte Kontakt durch unsere Vertriebsmitarbeiter. In Deutschland standen im Berichtszeitraum insbesondere das Energiedatenmanagement sowie Rauchwarnmelderservices im Mittelpunkt. Kunden, Politik und Gesellschaft erreichen wir zudem über internationale Veranstaltungen – 2015 war die Klima-Expo COP21 in Paris eine wichtige Plattform, um über Trends und Entwicklungen zu diskutieren sowie Produkte und Dienstleistungen vorzustellen.



Stakeholderkommunikation im Überblick G4-24, G4-26, G4-27 



Stakeholder  Kommunikationsbeispiele
Extern
Kunden Kundenveranstaltungen, Kundenbeirat, Kundenzufriedenheitsbefragung, Kunden-Newsletter, Website, Online-Portal, persönliche Kundenbetreuung, Onlinemagazin INSIDEista, Newsroom, Social Media
Verbände, NGOs, Organisationen Mitgliedschaften, Verbandsarbeit
Politik Gespräche mit Parteien, Interviews
Eigentümer Monatliches Reporting und Abstimmungsgespräche
Presse Pressegespräche, Pressemitteilungen, Onlinemagazin INSIDEista, Newsroom
Lieferanten Regelmäßige Abstimmungsgespräche, Lieferantenaudits
Studenten, Wissenschaftler Hochschulkooperationen
Intern
Mitarbeiter Mitarbeitergespräche, Mitarbeiterbefragung, Informationsveranstaltungen, Management-Blog, Management Dialogformate, Onlinemagazin INSIDEista, Newsletter, Intranet

Bildcredit: grasundsterne