Erfolgreiches Tandem

07.04.2015

Energieeffizienz gilt in Fachkreisen als der „schlafende Riese“ für das neue Energiezeitalter. Aber wie weckt man ihn, damit unser täglicher Umgang mit Energie bewusster, transparenter, nachhaltiger und damit effizienter wird? Und was kostet das?

Wenn möglich sollte Energieeffizienz nicht mehr kosten, als sie beim Verbrauch letztlich einspart. Ein kritischer Punkt,  insbesondere mit Blick auf Maßnahmen zur energetischen Verbesserung der Gebäudehülle. Deren Umsetzung bringt zum Teil erhebliche Amortisationszeiten mit sich. Deshalb hat sich ista auf niedrig-investive Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz konzentriert, die dort greifen, wo ein Großteil der Energie tatsächlich verbraucht wird: im Gebäude selbst und besonders bei den individuellen Heizungs- und Warmwasserverbräuchen. Wir schaffen Transparenz über diese Verbräuche und befähigen damit Vermieter wie Mieter, eigenständig ihr Energieverhalten zu verändern.

Selbst das effizienteste Verbrauchs­verhalten verliert an Nachhaltigkeit, wenn die Heizungsanlage nicht einwandfrei arbeitet.

Gesetz mit Riesen-Wirkung in den Niederlanden

ista überprüft auch die Qualität und Leistung der zentralen Heizungsanlage im Keller. Denn selbst das effizienteste Verbrauchsverhalten verliert an Nachhaltigkeit, wenn die Heizungsanlage nicht einwandfrei arbeitet. In den Niederlanden hat der Gesetzgeber diesen Zusammenhang erkannt und entsprechende Mechanismen etabliert, um Verbrauchsverhalten und Heizungsperformance konsequent miteinander zu verbinden: Im Januar 2014 trat in den Niederlanden ein neues Wärmegesetz, das sogenannte „Warmtewet“, in Kraft. Es sieht vor, dass in allen Mehrfamilienhäusern mit Zentralheizung Zähler zur individuellen Verbrauchserfassung installiert werden sollen. Darüber hinaus deckelt das Gesetz den Maximalbetrag, den Bewohner von Mehrfamilienhäusern jährlich für ihre Heizenergie zahlen müssen. Die Verbraucherzentrale definiert dafür jährlich einen Höchstpreis. Für 2014 waren das beispielsweise 254,00 Euro Fixkosten und  24,03 Euro pro Gigajoule verbrauchter Energie inklusive Mehrwertsteuer.


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Jörg Plönissen
Country Manager ista Niederlande


Übersteigt also der tatsächliche Energieverbrauch eines Bewohners den zuvor festgelegten Höchstbetrag, so muss nicht der Mieter, sondern der Vermieter für die Mehrkosten aufkommen. Der Vermieter hat vor diesem Hintergrund höchstes Interesse, die Gesamteffizienz seines Gebäudes zu verbessern. Mit dem Heizungs-Check bietet ista Niederlande hierfür eine interessante und bereits vielfach nachgefragte Serviceleistung an.

Heizungs-Check prüft Effizienz

Ergänzend zur individuellen Heizkostenabrechnung misst und überprüft das Team um Country Manager Jörg Plönissen die Effizienz einer Heizungsanlage über eine gesamte Heizperiode hinweg. Bei Gasheizungen wird dabei der Gaszähler über ein pulsonic-Modul in den Funkkreislauf von ista integriert. Somit erfasst ista nicht nur, wie sich die Energie im Gebäude individuell aufteilt, sondern gleichzeitig auch, wie viel Primärenergie insgesamt in das Gebäude gelangt. Aus dem Delta der eingesetzten und der genutzten Heizenergie lässt sich so am Ende einer Abrechnungsperiode der tatsächliche, kontinuierlich gemessene Nutzungsgrad einer Heizungsanlage errechnen.

Das zusätzliche Einsparpotenzial durch den Heizungs-Check liegt nach unseren Erwartungen bei etwa zehn Prozent.

Die Ergebnisse dieses Heizungs-Checks werden über das Webportal für den Vermieter einfach, klar und prägnant aufbereitet und erläutert. Der Vermieter kann auf dieser Basis einen Installateur beauftragen, die Einstellungen der Anlage maßgeschneidert zu justieren. „Der Heizungs-Check geht Hand in Hand mit unserem Kerngeschäft, der individuellen Heizkostenabrechnung“, erklärt Jörg Plönissen.

Wandel ermöglichen

Beides sind sehr kostengünstige Verfahren, um den tatsächlichen Energieverbrauch innerhalb eines Gebäudes für Vermieter und Mieter zu kontrollieren: über die tatsächliche Leistung der Heizungsanlage und über den individuellen Verbrauch im Gebäude. „Das zusätzliche Einsparpotenzial durch den Heizungs-Check liegt nach unseren Erwartungen bei etwa zehn Prozent“, so Plönissen.


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ista Niederlande
Gründung: 1955, Geschäftsfokus: Wärme und Wasser, Marktanteil: knapp 65 Prozent, Anzahl der Mitarbeiter: 80, Standorte: 1


Durch eine sehr einfache und leicht umsetzbare Maßnahme des Gesetzgebers ist es den Niederlanden gelungen, den schlafenden Riesen namens Energieeffizienz aufzuwecken. Ein spannendes Unterfangen, zu dem ista Niederlande im Wärmebereich mit smarten, niedrig-investiven Services für Mehrfamiliengebäude gerne einen Beitrag leistet.

Bildcredit: grasundsterne, ista