calendar 28.06. 2016

Weniger ist mehr

Practise what you preach: ista steht für den optimalen Einsatz wertvoller Ressourcen – und was im Kerngeschäft gilt, gilt auch für die eigenen Prozesse. Insbesondere unseren Papierverbrauch konnten wir im Berichtsjahr deutlich reduzieren.

Fest verankert

Der Nachhaltigkeitsgedanke ist bei ista in der Vision verankert. Unsere Umweltleitlinien nehmen jeden einzelnen in die Pflicht, diesen Gedanken weiterzutragen und mit Leben zu füllen: die Geschäftsführung, die Führungskräfte und die Mitarbeiter. Auf operativer Ebene verantwortet das international aufgestellte Sustainability Council, unter der Leitung des Umweltbeauftragten, die Erreichung unserer Umweltziele. Das neu gegründete Sustainability Steering Comittee setzt die strategischen Leitplanken.

Eigene Verbräuche verstehen

In Deutschland wurde 2015 in allen Niederlassungen zusammen 14.336 Gigajoule Heizenergie und 8.068 Gigajoule Strom verbraucht. Der größte Anteil davon entfiel auf die Verwaltungsstandorte. Am Produktionsstandort in Au entstand im Fall von Heizenergie 17 % des Verbrauchs, am Logistiklager in Gladbeck 13 % des Verbrauchs. Bei Strom waren es jeweils 24 % und 7 %. Den größten Anteil am Energieverbrauch insgesamt macht der Treibstoffverbrauch aus. Geschäftsbedingt haben wir den größten Materialverbrauch beim Produktionspapier durch Abrechnungen.

Energie sparen

Unser Stromverbrauch an den ista Standorten weltweit lag 2015 bei 22.659 Gigajoule – damit konnten wir unseren Stromverbrauch nicht nur per Kopf, sondern auch absolut senken. Der Heizenergieverbrauch aus Erdgas, Heizöl und Fernwärme ist mit 27.173 Gigajoule im Vergleich zum Vorjahr (2014: 22.054 Gigajoule) gestiegen. Zum einen ist die von ista genutzte Bürofläche im Berichtszeitraum um etwa 6 % gewachsen, was die höheren Verbräuche in Teilen erklärt. Zum anderen konnten wir den niedrigen Verbrauch von 2014 nicht wiederholen, da dieser auf einen besonders milden Winter zurückzuführen war.

Der Energieverbrauch von Fahrzeugen ist im Berichtszeitraum aufgrund eines Anstiegs in den zurückgelegten Kilometern unserer Dienstwagenflotte, Mietfahrzeuge und Privatfahrzeuge absolut gestiegen – insbesondere der Bedarf an Mietfahrzeugen nahm 2015 zu, was sich in der deutlichen Zunahme des Kraftstoffverbrauchs spiegelt. Pro Kopf ist der Energieverbrauch für Strom, Heizen und Treibstoff von 29 Gigajoule auf 30 Gigajoule gestiegen.

Besonders wichtig ist es uns, alle Mitarbeiter in die Implementierung und Ausführung zu integrieren und zugleich feste Verantwortlichkeiten festzulegen.

Energiemanagement professionalisieren

Maßnahmen zum Energiesparen ergreifen ista Standorte weltweit. Beispielsweise sind Mitarbeiter in China in Bürobereiche eingeteilt, für die sie monatlich ihre Verbräuche erhalten. Der Bürobereich mit dem niedrigsten Verbrauch wird zum „energy saving office area of the month“ gekürt. ista Deutschland und ista International in Deutschland haben 2015 begonnen, ein Energiemanagementsystem nach der EN ISO 50001:2011 Norm einzuführen.

Neben der Erfüllung gesetzlicher Vorgaben wollen wir damit Energieverbräuche langfristig reduzieren und die Energieeffizienz in einem ständigen Verbesserungsprozess steigern. Besonders wichtig ist uns, alle Mitarbeiter in die Implementierung und Ausführung zu integrieren und zugleich feste Verantwortlichkeiten festzulegen.

Energieverbrauch von Strom und Wärme innerhalb der Organisation

Energieverbrauch

 

2015  2014 
Gigajoule Gigajoule
Stromverbrauch 22.659  23.115
Heizenergie gesamt 27.173  22.054*
– davon Erdgas 17.182 14.482*
– davon Heizöl 126 211*
– davon Fernwärme 9.865 7.361*

*Abweichende Werte im Vergleich zum Vorjahr aufgrund aktueller Informationen.

 

Energieverbrauch von Fahrzeugen innerhalb der Organisation 

Energieverbrauch   2015       2014    
Liter Gigajoule   Prozent
(von GJ)
Liter Gigajoule  Prozent
(von GJ)
Kraftstoff Dienstwagenflotte 2.537.824 90.878   2.468.699 88.393
– davon Diesel 2.371.942 85.304 94% 2.303.173 82.831 94%
– davon Benzin 165.882 5.574 6% 165.526 5.562 6%
Kraftstoff Mietfahrzeuge 181.863  6.455    69.447 2.491
– davon Diesel 145.810 5.244 81% 66.508 2.392 96%
– davon Benzin 36.053 1.211 19% 2.939 99 4%
Kraftstoff Privatfahrzeuge 117.447  4.146    106.093 3.735
– davon Diesel 84.582 3.042 73% 75.326 2.709 73%
– davon Benzin 32.864 1.104 27% 29.706 998 27%
– davon Autogas (LPG) 1.061 28 0,7%

*Da der Verbrauch von LPG in den vergangenen Jahren lediglich als Schätzgröße ausgewiesen wurde, haben wir uns in diesem Jahr entschieden, diesen in den Kennzahlen nicht mehr aufzuführen.

 

Emissionen reduzieren

Die direkten und indirekten CO2-Emissionen, verursacht durch Heizenergie- und Stromverbrauch sowie Geschäftsreiseverkehr und Papierverbrauch, sind 2015 absolut minimal gestiegen. Pro Kopf konnten wir sie hingegen leicht senken. Die 15.973 Tonnen setzen sich zum größten Teil aus Emissionen von Dienstwagenflotte (7.960 Tonnen), Flugreisen (2.434 Tonnen) und Stromverbrauch (2.350 Tonnen) zusammen. CO2-Einsparungen erzielten wir beim Stromverbrauch (180 Tonnen) und beim Papierverbrauch (59 Tonnen). Auch nahmen unsere Mitarbeiter 2015 seltener das Flugzeug (365 Tonnen).

Gesamte direkte und indirekte Treibhausgasemissionen (Tonnen CO2-Äquivalente)

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Absolute Veränderungen gegenüber 2014

THG-Emissionen in t CO2-Äquivalente  
Heizenergie +362  ↑
Dienstwagen + 218  ↑
Strom -180  ↓
Transport +18 
Papierverbrauch -59 

 

Umweltbewusst unterwegs sein

Obgleich geschäftsbedingt der absolute Verbrauch an Diesel und Benzin anstieg, konnten wir 2015 den durchschnittlichen Verbrauch auf 6,13 l pro 100 km senken. Im Jahr 2014 lag der Verbrauch noch bei 6,6 l. An verschiedenen ista Standorten weltweit vermindern Carsharing-Initiativen vermeidbare Pkw-Fahrten, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate und Österreich. Auch im Head Office in Essen haben wir 2015 eine Carsharing-App eingeführt. Zudem etablierten wir ein Video Conferencing System, um Dienstreisen zu verringern und so Kosten und CO2 zu sparen. Hybrid- und Elektrofahrzeuge setzen wir in Belgien, Spanien und in Norwegen ein.

Seit 2014 gilt für Mitarbeiter von ista weltweit eine neue Reiserichtlinie, die auf unser Ziel, Ressourcen einzusparen, einzahlt.

Seit 2014 gilt für Mitarbeiter von ista weltweit eine neue Reiserichtlinie, die auf unser Ziel, Ressourcen einzusparen, einzahlt. Neben betrieblicher Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit sind ökologische Aspekte stets zu prüfen und einzuhalten. Konkret bedeutet das beispielsweise, dass Reisen mit der Bahn Flugreisen vorzuziehen sind. Dienstreisen mit der Deutschen Bahn im Fernverkehr sind für ista als Unternehmenskunde CO2-neutral. Mitarbeiter sollen darüber hinaus vor der Buchung einer Reise prüfen, ob die Kommunikation via moderner Technologien wie Internettelefonie ein Treffen ersetzen kann. ista Mitarbeiter waren 2015 weltweit rund 56 Mio. km mit dem Pkw, der Bahn und dem Flugzeug geschäftlich unterwegs. Fahrten mit Dienst-, Miet- und Privatwagen machten mit 45,9 Mio. km (rund 83 %) den größten Anteil der Strecke aus. Flugkilometer konnten wir um 13 % reduzieren. Unser Kerngeschäft erfordert Fahrten mit dem Auto zum Mieter. Durch digitale Fernablese können wir diese bereits jetzt reduzieren, jedoch nicht völlig vermeiden.

Auf Recyclingpapier umgestiegen

Unser Papierverbrauch sank 2015 auf 441 Tonnen – im Jahr 2014 waren es noch 467 Tonnen. Zugleich steigerten wir den Anteil an Recyclingpapier von 13 auf 55 %. In Deutschland stellten wir 2015 unseren gesamten Druckprozess auf zertifiziertes Steinbeis Innojet Papier um und erreichten bereits eine Recylingquote von über 90 %. Der Vorteil: Für das Recycling von Altpapier wird etwa dreimal weniger Wasser und Energie benötigt als für die Produktion von Frischfaserpapier, ohne dass dafür neue Bäume gefällt werden müssen. Unternehmensweit ist der Papierverbrauch für Produktionspapier mit 263 Tonnen am höchsten. 2015 druckten wir in Deutschland, der Schweiz und Luxemburg Abrechnungen bereits mit dem neuen Recyclingpapier.

Maßnahmen zum Papiersparen und zur Steigerung der Recyclingquote ergreifen auch andere Ländergesellschaften. Diese reichen von neuen, ressourcenschonenderen Druckern in Dänemark und den Niederlanden bis zum „papierlosen Büro“ in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Norwegen und China.

Eingesetztes Papier nach Gewicht – Anteil von Recyclingmaterial am Gesamtmaterialeinsatz

Papierverbrauch 2015   2014  
Kilogramm (gesamt)  Prozent  Kilogramm (gesamt) Prozent
Gesamt  440.640  466.573
Druck- und Kopierpapier 97.995 136.972
– davon Recycling 24.483 25% 60.313 44%
Produktionspapier 263.404 240.005
– davon Recycling 196.118 74% 434 0,2%
Anteil Recyclingpapier an Druck- und Kopierpapier sowie Produktionspapier 220.601  61%  60.747 16%
Notizblöcke 3.965 2.908
– davon Recycling 2 0% 101 4%
Umschläge 33.150 40.213
– davon Recycling 21.170 64% 1.407 4%
Marketingmaterialien 42.125 46.476
– davon Recycling 12 0% 32 0,1%
Recyclingpapier gesamt     241.785  55%  62.287 13%

 

Wasserressourcen schonen

Der Wasserverbrauch sank von 43.487 m3 im Jahr 2014 auf 33.748 m3. Die starke Reduktion ist auf eine bessere Datengrundlage zurückzuführen. Zum Beispiel konnten Märkte, in denen in 2014 noch keine Daten über den Wasserverbrauch vorlagen, im Berichtszeitraum für einige ihrer Standorte Wasserverbräuche erfassen und somit vermehrt länderspezifische Durchschnittswerte berechnet werden. Dies führte dazu, dass die Genauigkeit bei Schätzungen erhöht werden konnte. Bei den Verbrauchswerten handelt es sich teilweise um geschätzte Hochrechnungen, basierend auf Vorjahres- und Durchschnittswerten. Das liegt zum einen an der zeitlich versetzten Rechnungstellung des jeweiligen Versorgers, zum anderen an nicht verbrauchsorientierten Tarifen. Wasser verwenden wir bei ista für sanitäre Zwecke und als Trinkwasser. Dieses bezogen wir 2015 ausschließlich aus kommunaler Wasserversorgung.

Gesamtwasserentnahme nach Quellen

d07_umwelt_diagramm_wasser_2015_de

Bildcredit: grasundsterne, gettyimages