calendar 30.08. 2018

Schöne neue Smartphone-Welt

Fast täglich ziehen neue Technologien und nachhaltige Apps in unser Leben ein. Eine gute Entwicklung, wie ich finde. Es liegt in unseren Händen, wie wir sie anwenden.

Ich schätze die vielen Möglichkeiten sehr, die neue digitale Technologien mit sich bringen. Dass der Heizungsableser nicht mehr klingelt, finde ich, anders als Herr Schuster, nicht schlimm. Eher im Gegenteil. Was hat mich das oft genervt, jemanden organisieren zu müssen, der den Ableser in meine Wohnung lässt. Und vorher musste ich natürlich auch noch aufräumen! Wenn zukünftig ein Funksystem meinen Zählerstand automatisch weiterleitet, warum denn nicht? Oder Geräte und nachhaltige Apps mit künstlicher Intelligenz, die helfen, das Stromnetz zu stabilisieren und mehr erneuerbare Energien einzuspeisen. Am besten tanken die Systeme dabei gleich mein E-Auto auf wenn ich es benötige. Ist doch super!

Nachhaltige Apps – nachhaltiger leben

Die Car-Sharing Plattform BlaBlaCar hat über 65 Millionen Mitglieder weltweit.
Quelle: BlaBlaCar

Ich finde es auch großartig, dass ich jetzt schon über mein Handy von unterwegs meine Heizungsthermostate steuern kann, um Energie zu sparen. Ich nutze mein Smartphone ja sowieso fast für alles. Dabei geht es mir auch darum, dank dieser nachhaltigen Apps nachhaltiger zu leben.
Neulich habe ich meine French Press zerdeppert. Weil ich versuche, möglichst wenige Dinge neu zu kaufen, habe ich auf der Nachbarschaftsplattform nebenan.de mal nachgefragt, ob jemand günstig eine Gebrauchte abzugeben hat. Samstagmorgen habe ich mich dann mit einer freundlichen Frau getroffen, nett unterhalten, und später Kaffee in meinem neuen, gebrauchten Gerät zubereitet.
Benötige ich ein neues Kleidungsstück, gucke ich zunächst auf Kleiderkreisel, ob ich dort was finden kann. Der Suchalgorithmus schlägt mir oft Dinge vor, die mir tatsächlich gefallen. Wenn ich keine Lust habe zu kochen, kaufe ich manchmal über nachhaltige Apps wie „Toogoodtogo“ günstig ein Gericht von einem Restaurant, das zu viel produziert hat und die Lebensmittel ansonsten entsorgen würde.
Schon viele Male habe ich auch eine Mitfahrgelegenheit übers Internet gebucht und finde es praktisch in den Bewertungen zu erfahren, wie mein potenzieller Fahrer sich im Straßenverkehr verhält. Oft habe ich während einer solchen Reise interessante Gespräche geführt. In Facebook-Gruppen habe ich wertvolle Tipps zu schönen Wanderungen und Radtouren bekommen. Ich habe über Plattformen Gleichgesinnte kennengelernt, neue Freunde gefunden.

Große Chancen, große Herausforderungen

Smartphones, Social Media, Algorithmen und nachhaltige Apps können nützliche Helfer im Alltag sein und verbinden. Gerade weil sie so allgegenwärtig sind, muss dabei sichergestellt sein, dass Plattform-Unternehmen sich an nationale Gesetze halten und angemessen Steuern bezahlen. Und dass sie mit den Daten, die ich über solche Anwendungen preisgebe, nicht einfach machen, was sie wollen. Daher sehe ich in der Digitalisierung auch eine ganz große Herausforderung unserer Zeit: Unsere Demokratie muss mit der Entwicklung neuer Technologien mithalten. Das ist nicht einfach, aber auch dabei können die neuen digitalen Kommunikationsmöglichkeiten mithelfen.