calendar 12.06. 2018

Digitalisierung startet analog

Das Ablesen des Energieverbrauchs verändert sich rasant. Kam früher der Ableser in die Wohnung, erfolgt die Ablesung heute in den meisten Fällen digital. Bei ista unterstützt das Team Task-Force mit seinen Spezialisten, damit die Umstellung von analog auf digital reibungslos klappt. Wir haben das Team in Kassel besucht und uns erklären lassen, woran sie täglich arbeiten und weshalb das, was sie tun, für Vermieter und Mieter vorteilhaft ist.

Verantwortlich für das 18-köpfige Team ist Claus Mengel, Teamleiter und seit 1999 bei ista. „Wir alle sind schon viele Jahre dabei und haben ein breites Fachwissen“, sagt Mengel. „Jeder von uns hat sein eigenes Spezialgebiet. Vom ServiceCenter Kassel aus hilft sein Team dabei, die Standorte in den verschiedenen operativen Prozessen zu unterstützen. Eine Aufgabe davon ist es, den Service für Mieter und Vermieter an neue Techologien anzupassen und dadurch besser zu machen. „Die Digitalisierung verändert alles, natürlich auch die Ableseprozesse“, sagt Mengel. „Wir sehen das als Chance, die Heizkostenabrechnung noch besser und den Weg dorthin für Mieter und Vermieter noch komfortabler zu machen. Und das alles möglichst schnell und flexibel.“

Die Digitalisierung zieht ein

Task-Force Mitarbeiter Vitali Krasinski
Als Sachbearbeiter hat Vitali Krasinski den Kunden immer im Blick.

Was genau das bedeutet, wird klar, wenn man Mengel und seinem Team über die Schulter schaut. Mieter und Vermieter sollen nicht warten müssen, dass ihre Anfragen bearbeitet werden. Heutzutage muss es schnell gehen, aber natürlich nicht zulasten der Qualität. Deshalb kümmern sich die ista-Spezialisten in Kassel um Anliegen, die von den einzelnen Standorten nicht selbst bewältigt werden können. Auch Vitali Krasinski gehört zum Team. Sein Schreibtisch ist aufgeräumt – zwei Bildschirme, ein paar Notizen und ein Telefon, aber keine Ausdrucke. „Wir arbeiten hier fast nur digital“, erzählt der Sachbearbeiter, während sehr viele Zahlenreihen auf seinem Bildschirm flackern. Plötzlich klingelt das Telefon. „Der Mieter wollte wissen, wann genau die Funktechnologie bei ihm freigeschaltet wird“, erzählt Krasinski, nachdem er aufgelegt hat. „Ich habe ihm erklärt, dass dies geschieht, sobald das Haus komplett ausgestattet ist.“ Denn direkt nach der Montage werden die Funksender zügig in das System eingebunden. Ab dann läuft alles digital. Das Ergebnis ist, dass es Bewohner und Eigentümer einfacher haben, wenn es um Ableseprozesse oder Fragen zur Heizkostenabrechnung geht. Sie müssen keine Termine mehr vereinbaren, keinen Urlaub nehmen oder den Nachbarn bitten, dem Ableser die Tür aufzuschließen. Und dennoch erhält jeder seine eigene verbrauchsgerechte Abrechnung, dank digitaler Technik. Wartezeiten gehören der Vergangenheit an.

24.000.000 Geräte bis 2021

Das Büro der ista Task-Force
Das ServiceCenter Kassel unterstützt Standorte bei der Funkoffensive und weiteren Projekten.

Die Zahlen dazu lassen sich sehen: 97.000 Liegenschaften in Deutschland werden von ista bereits digital ausgelesen. Bis 2021 sollen es 80 % aller betreuten Liegenschaften sein. Bis zum Erreichen des Ziels müssen noch rund 24 Millionen Endgeräte in den Liegenschaften ausgetauscht werden. „Das hört sich viel an, ist aber machbar“, sagt Julian Corona, der mit seinem Team den deutschlandweiten Digitalisierungsprozess aus der ista-Zentrale in Essen koordiniert und deswegen eng mit den Kollegen in Kassel zusammenarbeitet. Am Ende des Besuchs in Kassel ist klar: Auch die Digitalisierung der Heizkostenabrechnung ist im vollem Gange. Dazu braucht es auf der einen Seite Spezialisten wie das Team um Claus Mengel, zum anderen aber auch den Mieter. Denn um die Heizkostenabrechnung endgültig zu digitalisieren, müssen die Techniker noch einmal in die Wohnung. Die Umstellung auf die digitale Technologie kann eben nur analog vor Ort erfolgen.