calendar 05.12. 2016

Heute Hörsaal, morgen Job

Ohne Berufserfahrung kein Job, ohne Job keine Berufserfahrung – wir präsentieren: das Dilemma der Berufseinsteiger bei der Jobsuche. Während der Stress rund um Bewerbungen, Vorstellungsgespräche und den Gang zur Arbeitsagentur den betroffenen Absolventen schlaflose Nächte bereitet, haben Außenstehende leicht reden. „Dann such‘ dir doch mal einen Nebenjob“, heißt es bei den Eltern am Sonntagstisch. Oder „Mach erstmal ein Praktikum“.

Spätestens seit den Bologna-Prozessen ist das allerdings leichter gesagt als getan. Denn der Vorlesungsplan wird immer dichter und die Zeit für Praktika neben dem Studium ist auf ein Minimum beschränkt. Kein Wunder also, dass Traineeprogramme von Unternehmen bei Hochschulabsolventen hoch im Kurs stehen – ebenso bei ista.

„Traineeprogramme schaffen eine echte Win-Win-Situation“, meint Sandra Nobbe, HR Referentin bei ista Deutschland und verantwortlich für die Einstiegsprogramme und den Karrierestart bei ista. „In 24 Monaten durchlaufen die Trainees bei uns je nach Schwerpunkt verschiedene Bereiche, sammeln in kürzester Zeit viele Erfahrungen und können durch ihr grundlegendes theoretisches Verständnis gleich zu Beginn voll in Projekte einsteigen.“ Das perfekte Rezept also für gut ausgebildete und gut vernetzte Nachwuchskräfte auf der einen und die ersten Schritte im Job auf der anderen Seite.

 

Vom Trainee zum Teamleiter

Alexander Föllmer, 31, Teamleiter GroßkundenCenter Hannover, Trainee von 2012-2014

Das fand auch Alexander Föllmer, als er sich 2012 als einer der ersten Trainees bei ista für das neue Einstiegsprogramm im Operations Management entschied. „Ich wollte möglichst schnell viel lernen und vor allem die Vielseitigkeit der Energiebranche direkt erleben. Als dann der Bewerbungsprozess super unkompliziert verlief und ich direkt im zweiten Gespräch mit einem der Geschäftsführer an einem Tisch saß, war ich überzeugt, dass ista mir einen sehr guten Berufseinstieg bieten würde“, erzählt der 31-jährige. Im Laufe seines Traineeprogramms hat er nach erfolgreicher Einarbeitung sowohl Zentrale, als auch Niederlassung bestens kennengelernt und durfte sogar bei der Entstehung des Geschäftsbereichs „Trinkwasseranalyse“ direkt mitwirken.

„Ich wollte möglichst schnell viel lernen und vor allem die Vielseitigkeit der Energiebranche direkt erleben.“

Auch jetzt wird es ihm nicht langweilig. Als Teamleiter im GroßkundenCenter der Niederlassung Hannover hat Alexander Föllmer den Direkteinstieg als Führungskraft gefunden. Im Rahmen eines Förderprogramms mit verschiedenen Coachings wurde er auf diese neue Aufgabe vorbereitet. Erfolgreich, findet sein  14-köpfiges Team. Es schätzt ihn besonders für seine offene Art und den kühlen Kopf, den er auch in schwierigen Situationen immer bewahrt.

Unterstützung wird großgeschrieben

Die Vorbereitung auf einen festen Einstieg bei ista ist Sandra Nobbe bei der Betreuung der Trainees sehr wichtig. In regelmäßigen Meetings tauscht sie sich eng mit den jungen Kollegen aus, hilft weiter, wenn Rat benötigt wird und plant die weiteren Einsätze der Kollegen. „Ziel der Traineeprogramme ist, den jungen Kollegen einen genauen Einblick in das ista Geschäft zu geben und Einsätze sowohl in den operativen Standorten als auch in den strategischen Bereichen des Head Office zu absolvieren“, erklärt Sandra Nobbe.

Vertrauen ist die größte Motivation

Stephen Volkmar, 30, Product Manager Corporate Marketing & Business Development Trainee von 2014 bis 2016

Dass der Karrierestart manchmal auch ganz anders und individuell verlaufen kann, zeigt der Werdegang von Stephen Volkmar. Für den jetzt 30-jährigen BWL-Masterabsolventen begann die eigentliche Trainee-Reise 2014 in Hamburg, verlassen hat er die Hafenstadt jedoch erst nach Beendigung des Traineeships. Denn die Führungskräfte in der Niederlassung Hamburg erkannten gleich sein Talent für die ganzheitliche Betrachtung von Prozessen und schlugen ihn als Projektleiter für den bis dato größten Kundenauftrag vor, der in der Historie von ista je gewonnen wurde. Stephen Volkmar nahm die Herausforderung an und baute als Projektleiter nicht nur Prozesse und Schnittstellen mit dem Großkunden auf, sondern etablierte auch ein ganzes Team am Standort Hamburg, das sich um die Belange des Kunden kümmern sollte. „Mir diese Aufgabe zu übertragen war ein großer Vertrauensbeweis. Das hat mich zusätzlich motiviert, meine Sache besonders gut zu machen“, erzählt Stephen Volkmar. So gut, dass er prompt in die Geschäftsführung nach Essen eingeladen wurde, um Erfahrungswerte aus dem Projekt zu teilen, die er dann nach seinem Einstieg als Produktmanager im Bereich Corporate Marketing & Business Development im Essener Head Office für das nächste große Kundenprojekt unter Beweis stellen konnte.

„Da kann der Einsatzplan noch so ausgeklügelt sein, manchmal nimmt er seinen ganz eigenen Lauf – und das ist gut so!“

„Uns ist es wichtig, dass wir die Werdegänge unserer Trainees individuell betrachten. Wenn sich eine tolle Möglichkeit ergibt, sind wir der Meinung, dass die Nachwuchskräfte am meisten lernen, wenn sie diese auch ergreifen können. Da kann der Einsatzplan noch so ausgeklügelt sein, manchmal nimmt er seinen ganz eigenen Lauf – und das ist gut so“, findet Sandra Nobbe.

Wertvolle Erfahrungen im Trainee-Gepäck

Fabian Weishaupt, 27, seit 2016 Trainee Operations Management

Neue Wege schlug auch Fabian Weishaupt Anfang des Jahres ein. Als einer der ersten Absolventen der Traineeprogramme von ista Deutschland absolvierte er einen sechsmonatigen Einsatz in der Schweiz – ein kleiner ista Markt, der aber dringend Unterstützung in einigen Projekten brauchte „Ich war kaum angekommen in Essen, da habe ich auch gleich wieder meine Koffer gepackt“, erinnert sich der 27-jährige an seine ersten Tage bei ista. „Für mich war das optimal. Ich mag neue, kulturelle Herausforderungen und habe mit dem Einsatz in der Schweiz nicht nur das operative Geschäft kennengelernt, sondern gleichzeitig eine Auslandserfahrung mehr sammeln können. Und auch wenn man es nicht glauben mag: die Mentalität der Schweizer unterscheidet sich doch wesentlich von der deutschen.“ Mit diesen Erfahrungen im Gepäck unterstützt er aktuell in seiner zweiten Station das Operations-Team im Head Office bei der Umsetzung der strategischen Initiative zum Technologieupgrade im Deutschen Liegenschaftsbestand.

Ausgezeichnetes Programm

Das Traineeprogramm bei ista gibt es bereits seit 2010. In den Bereichen Sales, Operations und Finance haben seitdem 15 Absolventen einen Berufseinstieg bei ista gefunden und das Dilemma „Keine Berufserfahrung ohne Job, kein Job ohne Berufserfahrung“ so für sich gelöst. 73 Prozent davon arbeiten heute noch im Unternehmen – eine Zahl, die für sich und für das Traineeprogramm spricht. Das sieht auch das Berufsportal „Absolventa“ so und verlieh ista einen Preis für karrierefördernde und faire Traineeprogramme.

„Wir sehen großes Potenzial darin, Nachwuchskräfte aus den eigenen Reihen aufzubauen. Die Trainees haben ein hohes Ansehen bei uns im Unternehmen. Es ist schön, dass das gewürdigt wird und unsere Arbeit in dem Bereich ausgezeichnet wurde“, freut sich Sandra Nobbe.

Bildcredit: ista, grasundsterne, Mike Henning