Wie die Digitalisierung Dienste verbessert

21.02.2019

Geräte wie das Smartphone und Amazon Alexa ermöglichen es Bewohnern, alles Mögliche von der Zimmertemperatur bis zum Elektroauto zu steuern, das vor dem Haus aufgeladen wird. Digitale Lösungen können uns nicht nur das Leben leichter machen, sondern auch helfen, wichtige Ressourcen zu schonen.

ista arbeitet schon heute an Technologien für die digitale Welt von morgen, um das Leben für alle Verbraucher fairer zu machen. Im Gegensatz zu den enormen Datenvolumen von individuellen Stromverbrauchern, die per intelligenter Messtechnik („Smart Metering“) erfasst werden (von der Waschmaschine bis zu einzelnen Lichtern in verschiedenen Räumen), hat das Submetering die Messung und Visualisierung des Verbrauchs von Wärme und Warmwasser, Kühlung, Elektrizität und/oder Kaltwasser in einer Wohnung oder einem Haus zum Schwerpunkt. Durch Nutzung des „Smart Submetering“ können Mieter und Eigentümer ihren Energieverbrauch aber selbst anhand von digitalen Kanälen verwalten, um einen transparenten Verbrauch zu planen. Durchgeführte Studien zeigen, dass die potenziellen Einsparungen enorm im Vergleich zu den Investitionskosten sind.

Gemeinden mit einer intelligenten Lösung verbinden

Bei einem Projekt in Großbritannien wurde diese allgemeine Idee auf ein ganz neues Niveau hochgestuft. Der Highland Council, die größte lokale Behörde in Großbritannien und eine sehr ländliche Region, hat sich Hilfe von ista für eine große Anzahl von Schul- und örtlichen Behördeeinrichtungen eingeholt, bei denen größtenteils Biomassekessel eingesetzt werden.

Zunächst startete ista einen Testlauf einer digitalen Lösung an einem Standort. Dabei wurde ein vorhandener Zähler umgerüstet, um die Remote-Erfassung von Energiedaten alle 30 Minuten zu ermöglichen. Diese Daten wurden dann auf dem einzigartigen MinuteView-Portal von ista verfügbar gemacht. Dieses Portal bot der Behörde ein integriertes Verwaltungs- und Überwachungssystem. Dank der Rund-um-die-Uhr-Echtzeitdaten konnte der Highland Council alle Alarme bei Anzeichen von Energieverschwendung aus der Ferne sehen. Der Test war ein solcher Erfolg, dass das Programm an 100 Standorten in der Highland-Region eingeführt wurde.

Highland Council

Der Highland Council ist die größte Organisation in Großbritannien mit einem Programm für erneuerbare Wärme (Renewable Heat Incentive (RHI)). Dieser Anreiz wurde von der britischen Regierung aufgestellt, um Hauseigentümer, Gemeinden und Unternehmen durch finanzielle Anreize zur Nutzung erneuerbarer Wärmetechnologien zu bewegen. Dieses wegweisende Programm war weltweit das erste seiner Art und soll zum britischen Ziel beitragen, bis 2020 12 % der Wärme aus erneuerbaren Quellen zu beziehen.

Alles wird einfacher

Um die Automatisierung beim Highland Council zu erweitern, hat ista ein maßgeschneidertes Webportal namens BoilerView entwickelt. Damit erhält die Behörde ein benutzerfreundliches Dashboard, in dem alle 30 Minuten aktualisierte Informationen für das gesamte Gebiet zur Verfügung stehen. Dort wird unter anderem gezeigt, welche Standorte ordnungsgemäß laufen, bei welchen ein Fehler vorliegt und bei welchen der Brennstoff zur Neige geht. Diese einfache und effektive webbasierte Plattform bietet den Dienstleistern der Behörde darüber hinaus aber noch viel mehr Services, wie Brennstoffüberwachung und Kesselstatus. Die Behörde kann einsehen, wie effizient der Betrieb am Standort ist und wie effektiv die Dienstleister auf Probleme reagieren.

Brennstoffüberwachung

Das System bietet Integration mit den Pelletanbietern, um die Menge der gelieferten Pellets aufzuzeichnen. Durch Einschätzung der generierten Wärme an den Zählern kann ista den Speicherstatus besonders akkurat überwachen und das Lieferunternehmen benachrichtigen, wenn der Bestand zur Neige geht. Damit wird auch sichergestellt, dass das Lieferunternehmen alle wichtigen Informationen zu Lieferungen erhält, um Auffüllpläne zu optimieren, überflüssige Fahrten zu reduzieren und Kraftstoffkosten zu senken. Die Pelletunternehmen haben dies für alle Kessel, die sie außerhalb des Highland Council verwalten, erweitert.

Kesselzustand

Alle Kessel im Feld, unabhängig von ihrem Typ, verfügen über ein einfaches Relais, das auf- oder absteigen kann, wenn sie ausgeschaltet werden oder offline gehen. Dieses Relaissignal wird als Feedback für das ista-Modem angehängt. Bei Auslösung sendet ista eine automatische SMS und E-Mail an die Wartungsunternehmen für jeden Kessel. So können diese sofort reagieren, bevor Mieter oder Nutzer, die sich nicht über das Problem bewusst sind, etwas vom Wärmeverlust merken. Dieser Ansatz erfordert keine umfangreichen technischen Kenntnisse der Heizräume, Pumpen und Einrichtungen für diesen Dienst. Dank dieser Warnmeldungen können Wartungsteams die Anzahl der Ausfälle und die Leistung des Standorts prüfen und richtig einschätzen, wie viel Personal für die Fehlerbehebung benötigt wird. So werden Analyse und Planung verbessert. Die Wartungsunternehmen haben die Anzahl der überwachten Kessel über das Gebiet des Highland Council hinaus auf weitere Kunden erweitert.

Transparenz: Zeit und Geld sparen

Die Daten, die alle 30 Minuten von den Standorten erfasst werden, werden seit Einführung des Programms täglich an das Office of Gas and Electricity Markets (Ofgem) gesendet. Ofgem ist die Regulierungsbehörde für Elektrizitäts- und nachgelagerte Erdgas-Märkte in Großbritannien. Sie haben keine weiteren Audits mehr durchgeführt, sodass sowohl der Council als auch die Regulierungsbehörde Zeit und Geld sparen. Aufgrund des Erfolgs dieses Tests wird in Erwägung gezogen, in Zukunft weitere Versorgungsquellen wie Gas und Solarenergie hinzuzufügen, damit der Council auch diese Dienste besser überwachen und verwalten kann.

Mit BoilerView können alle unsere Benutzer den Zustand der Kessel prüfen, sodass jeder Zugriff auf diese Informationen erhält. Es ist ein hervorragendes Tool. Ich kann die Leistung der Biomassekessel jederzeit einsehen. Das ist ein enormer Vorteil für uns.
Neil Mackay, Senior Energy Inspector at The Highland Council

Die Zukunft

Wir sind der Meinung, dass der Fortschritt der Digitalisierung in unserem Alltagsleben eine echte Chance für mehr Nachhaltigkeit darstellt. Eines der aktuell bei ista geplanten Projekte ist ista.care. Dies ist ein zentrales Dashboard, mit dem Hausverwalter all ihre Daten in einem einzelnen, benutzerfreundlichen Dashboard anzeigen können. ista.care ist dabei viel mehr als nur ein Erfassungstool für Zählerdaten. Es wurde auch dazu entwickelt, Konten sowie Abrechnungs- und Zahlungsinformationen mit intelligenten und automatisierten Workflows anzuzeigen.
Mit dieser Anwendung können Hausverwalter mehrere Standorte schneller und einfacher aus der Ferne überwachen, ohne dass zeitaufwendige und kostspielige Besuche vor Ort erforderlich sind. Es wird sich in Zukunft zeigen, ob wir die globalen Ressourcen nachhaltig schützen und dennoch die neuesten Technologien verwenden können.