calendar 25.04. 2016

Zwischen Heizkostenverteilern und Wasserzählern

Riesige Hallen und imposante Ausstellungsflächen – die Ausmaße der Messe in Mailand sind gigantisch. Nicht zuletzt deswegen findet hier alle zwei Jahre eine der größten Heizungs- und Klimamessen der Welt statt – die Mostra Convegno Expocomfort (MCE). Dann finden sich rund 155.000 Fachbesucher auf dem Messegelände ein. Marta Caronni kann dies nicht mehr beunruhigen. Seit mehr als zehn Jahren verantwortet sie als Leiterin Marketing & Sales Support bei ista in Italien den Messestand und ist erstaunlich entspannt. Zwei Tage vorher sah das noch ganz anders aus.

Denn in der Nacht vor der Eröffnung bekommt Marta Caronni einen Anruf von den Messeveranstaltern. Ein Gabelstapler sei in den nagelneuen Messestand gefahren und habe mal eben eine der Stellwände mitgenommen. Da bekäme so mancher Organisator Schnappatmung. Auch Marta bleibt kurz das Herz stehen. „Aber bevor mich die Panik übermannt, atme ich tief durch“, erzählt sie. „Denn wenn mich meine langjährige Erfahrung bei ista eines gelehrt hat, dann, dass es für alles eine Lösung gibt.“

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Marta ist ein Urgestein bei ista in Italien. Tatsächlich ist ihr Vater einer der Gründer von ista Italia und hat Marta von Beginn an mit an Bord genommen. Seit 1993 arbeitet die gelernte Programmiererin bei ista und hat sämtliche Umfirmierungen und Umbenennungen mitgemacht. So häufig wie der Namen wechselte, so vielfältig waren auch ihre Aufgaben: Von Assistenztätigkeiten über Auftragsbearbeitung und Controlling bis hin zu Marketing und Sales Support – Marta hat fast alle Bereiche durchlaufen und ist heute die Mitarbeiterin, die am längsten bei ista Italia tätig ist. Kein Wunder, dass sie auch in scheinbar ausweglosen Situationen einen kühlen Kopf bewahrt.

„Wir haben uns dazu entschlossen, unseren Besuchern konkret etwas an die Hand zu geben. Dadurch heben wir uns von einem Großteil unserer Wettbewerber ab.“

So auch in diesem Fall. Am nächsten Morgen, zum Beginn der Messe, ist der Stand wie neu und hat einiges zu bieten: Auf mehreren prominent ausgestellten Tablets können Besucher das ista Property Manager Portal für die Hausverwaltung, bei dem initial digitale Rechnungen hinterlegt und archiviert sind, sowie ista connect, das Mieter-Webportal, das Heiz- und Wasserverbräuche visualisiert und dem Nutzer so permanenten Einblick in sein Verbrauchsverhalten gibt, ausprobieren und testen.

„Wir haben uns dazu entschlossen, unseren Besuchern konkret etwas an die Hand zu geben. Dadurch heben wir uns von einem Großteil unserer Wettbewerber ab“, freut sich Marta über die Entscheidung. „Viele setzen auf die alt bewährte Hardware-Ausstellung. Die haben wir auch – aber ganz modern im Boden.“ Marta deutet auf die im Boden eingelassenen Heizkostenverteiler, die stilvoll angeleuchtet werden.

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Unter ihnen befindet sich auch das neue Produkt ista aperto – ein speziell auf den italienischen Markt zugeschnittener Heizkostenverteiler, der durch ein modulares System den Kunden hohe Flexibilität bietet. „Das ist es, was unsere Kunden wollen: Eine Wahl. Und das bekommen sie mit unserem Produktportfolio”, freut sich Marta. „Wir möchten es ihnen damit so einfach wie möglich machen, die gesetzlichen Anforderungen, die in Italien zum 31. Dezember 2016 in Kraft treten, umzusetzen.“ Dann nämlich müssen alle Hausverwalter und Eigentümer ihre Mehrfamilienhäuser mit der Messtechnik für eine individuelle Verbrauchsabrechnung ausgestattet haben.

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Oben: Das Team um Marta Caronni (rechts), Thilo Kirchinger (zweiter von rechts) und Country Manager Thomas Schöpke (dritter von links) zusammen mit einem mannshohen doprimo. Unten links: Im Innovationsteil der Messe stellt ista das niederländische System „MeterView“ vor. Unten Mitte:  Der neue Messestand von ista in Italien. Unten rechts: Vertriebsmitarbeiter Luca Lipira erläutert auf einem Screen das Mieter-Webportal ista connect.

„Die internationale und interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Entstehung von ista aperto war einzigartig.“

Thilo Kirchinger von Corporate Marketing & Business Development bei ista International schwärmt von der Zusammenarbeit der italienischen Kollegen und den zentralen Bereichen: „Die internationale und interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Entstehung von ista aperto war einzigartig. Die verschiedenen involvierten Bereiche haben es geschafft, innerhalb von fünf Monaten Strategie, Business Concept, Produkt- und Softwarelösungen bis hin zu Vertriebs- und Pricingkonzept zu entwickeln. Das ist nur machbar, wenn alle an einem Strang ziehen.“

Und kurz vor der Vorstellung auf der Messe wurde noch einmal der Name geändert, berichtet Marta. Auch das meistert die erfahrene Organisatorin mit links. Aber bei aller Routine: Aufgeregt sei sie immernoch und geschlafen habe sie vor dem ersten Messetag kaum. Jetzt, am 2. Tag, ist sie schon wesentlich entspannter und freut sich auf drei weitere besucherreiche Tage in Mailand.



Bildcredits: Fabrizio Conti, ista