calendar 23.11. 2017

Bretter, die die Welt bedeuten

Seit dem Frühjahr 2015 arbeitet Jana Slobodová im Marketing und Business Support von ista Slovakia. Was viele nicht wissen: sportlich mischte sie einmal ganz oben mit. Als Olympionikin im Snowboarden nahm sie an den Winterspielen in Salt Lake City teil.

Schönster Pulverschnee, strahlendblauer Himmel bei gleichzeitig frostiger Kälte – das sind Traumbedingungen für die slowakische ista Mitarbeiterin, die mit 15 Jahren das Snowboarden für sich entdeckte. Wie sie dazu gekommen ist? „Meine Familie war sportlich schon immer superaktiv“, erzählt uns die mittlerweile 43-Jährige. „Mein Vater war immer der Treiber, aber meine gesamte Familie liebt die Berge, die Natur und ein wenig auch das Extreme. Wir fuhren Ski, unternahmen Kajak-Touren, machten Leichtathletik. Ein Sport, der Natur, Geschwindigkeit und Koordination vereint, ist ganz nach meinem Geschmack.“

Von Anfang an dabei

Jana Slobodova auf dem Schnee
Pulverschnee und blauer Himmel – Jana Slobodová liebt das Extreme und testet ihre Grenzen aus.

Kein Wunder also, dass sie, als in den 80er, 90er Jahren das Snowboarden populär wurde, direkt auf den Zug aufsprang. Gemeinsam mit Freunden und Familie verhalf sie dieser Sportart in der Slowakei zum Durchbruch. Ihr Bruder baute eines der ersten Snowboards in der Slowakei – in der eigenen Garage. Sie verbrachten jedes Wochenende, jede Ferien in den slowakischen Bergen, sie gründeten gemeinsam mit Freunden „The Slovak Snowbard Association“ und veranstalteten erste Wettbewerbe.

Snowboarden – auf zum Höhepunkt

Schon bald nahm Jana Slobodová (damals noch Sedova) an den ersten internationalen Events teil: Von 1997-2002 war sie Teil des internationalen Burton und Red Bull Snowboard-Teams und nahm 1998 in Nagano und 2002 in Salt Lake City an den Olympischen Spielen teil – im Riesenslalom. Das Gemeinschaftsgefühl in der noch jungen Disziplin war groß, der Zusammenhalt enorm und die Atmosphäre eher entspannt. Konkurrenzkampf ja, aber auf einem völlig gesunden Level, erzählt die Sportlerin. Ihr größter Erfolg? „Vize-Weltmeisterin bei der ISF Snowboard World Pro Series Tour im Jahr 2000“, erinnert sie sich mit glänzenden Augen.

Jana Slobodova auf dem Eis
Natur und Kälte, Highspeed und Koordination – für Jana Slobodová ist das genau das Richtige.

Vom Snowboarden zur Eventagentur

Aber nach ihrer Teilnahme bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City merkt sie, dass ihre Leistungsgrenze erreicht ist und sie fängt an, darüber nachzudenken, was sie nach ihrer Snowboard-Karriere machen könnte. Kurzerhand gründet die Powerfrau ihre eigene Eventagentur. Sieben Jahre lang organisiert sie Sport- und Kulturevents. Nebenher trainiert sie tschechische und slowakische Sportler. 2006 war sie Trainerin von Radoslav Židek, der bei den Olympischen Spielen mal eben die Silbermedaille gewann. „Das war fast besser als die eigenen Siege“, meint Slobodová.

Familie und Beruf unter einem Hut

2009 kommt ihre erste Tochter zur Welt, 2011 die zweite. „Meine Töchter haben mein Leben verändert: Ich fing an, mich nach Stabilität und Sicherheit zu sehnen, und habe mich nach Alternativen zur Eventbranche umgeschaut. So bin ich 2015 bei ista gelandet.“ Rückblickend wäre sie mit ihrer Erfahrung von heute manche Dinge vielleicht anders angegangen und hätte mehr Möglichkeiten gesehen, aber sie sei jung und frei gewesen und bereue nichts. Durch ista kann sie nun Familie und Beruf gut unter einen Hut bringen. Und auch für den Sport bleibt noch Zeit. Nach wie vor verbringt sie mit ihren Töchtern viel Zeit in den Bergen. “Mein persönlicher Traum ist ein Trip durch Alaska und Patagonien. Ich möchte dort Berge und Natur gemeinsam mit Freunden erleben.“